TSG Irlich gastiert im Kellerduell in Melsbach

Fußball-Kreisliga B Westerwald/Wied VfL Oberbieber fehlen nur vier Punkte

Von unserem Mitarbeiter Daniel Korzilius

Kreis Neuwied. Im Abstiegskampf der Fußball-Kreisliga B Nord kommt es am 24. Spieltag in unserem „Spiel der Woche“ zum Kellerduell zwischen dem Schlusslicht SG Melsbach/Altwied und dem Tabellenvorletzten TSG Irlich.

SG DJK Neustadt-Fernthal II – SV Rheinbreitbach II (So., 12.15 Uhr, in Fernthal/1:2). Die Tabellennachbarn benötigen beide aller Wahrscheinlichkeit nach noch einen Sieg, um endgültig gerettet zu sein. Neustadt II peilt den dritten Heimerfolg in Folge an. Dies erscheint auch durchaus möglich, schließlich verlor die Rheinbreitbacher Reserve auswärts zuletzt sieben Mal in Serie und erzielte in elf Spielen nur sechs Tore auf fremden Plätzen.

SV Güllesheim – SG Puderbach/ Daufenbach/Urbach-Dernbach/ Raubach II (So., 14.30 Uhr/3:0). Mit 84 erzielten Toren ist Güllesheim die torhungrigste Elf der Liga. Gegen die abstiegsgefährdete SG Puderbach II dürften ein paar Tore dazukommen. Die SGP-Reserve kassierte bereits 79 Gegentreffer und verlor ihre jüngsten sechs Spiele.

VfL Oberbieber – CSV Neuwied (So., 14.30 Uhr/3:2). Vier Zähler benötigt der Spitzenreiter aus Oberbieber noch aus den verbleibenden drei Spielen, um nach vier Jahren Abwesenheit wieder ins Kreisliga-Oberhaus zurückzukehren. Der CSV Neuwied kommt aber keinesfalls als Punktelieferant an den Aubach. Seit Wochen verweist CSV-Coach Mike Vlajnic auf diese Partie als Saisonhöhepunkt und will den Liga-Primus ärgern.

SG Melsbach/Altwied – TSG Irlich (So., 14.30 Uhr/2:0). Nach acht Niederlagen in Folge ist die SG Melsbach am Tabellenende angekommen. „Die erste halbe Stunde spielen wir oft gut mit, schießen aber zu wenig Tore. Beim ersten Gegentor ist dann plötzlich alles vorbei. Das ist mir ein Rätsel“, sagt der Melsbacher Trainer Thomas Rauschenberger, der sich von seinen Spielern nur eines wünscht: „Dass die Mannschaft endlich anfängt, sich gegen den Abstieg zu wehren. Einige haben sich scheinbar schon damit abgefunden.“ Ein weiteres Problem sei die Personalsituation. „Ich muss jede Woche die Startelf auf mehreren Positionen ändern, weil Stammspieler aus nicht nachvollziehbaren Gründen sonntags nicht da sind“, ärgert sich Rauschenberger. Die Partie gegen Irlich ist für den SGM-Trainer ein Endspiel: „Wenn wir gegen Irlich verlieren, ist die Messe gelesen. Für uns geht es um alles oder nichts.“ Die Irlicher haben auch während ihrer wochenlangen Durststrecke mit vielen heftigen Niederlagen nie die Ruhe verloren. „Die Moral war immer intakt. Die vielen jungen Spieler mussten sich erst an den Seniorenbereich gewöhnen. Es war klar, dass das seine Zeit braucht“, erklärt der scheidende Irlicher Trainer Markus Hartmann. Nach den Erfolgserlebnissen der vergangenen Wochen ist Hartmann optimistisch: „Uns hatte doch jeder schon abgeschrieben. Jetzt wittern wir die Chance, mit einem Sieg in Melsbach sogar die Abstiegsplätze zu verlassen.“

FV Rheinbrohl – SV Windhagen II (So., 14.30 Uhr/3:1). Der FV Rheinbrohl kann nicht mehr vom sechsten Tabellenplatz verdrängt werden. Dennoch möchte Trainer Norbert Wester mit seinem Team weiter punkten und strebt den dritten Heimsieg in Folge an. Der Neuling aus Windhagen wartet noch auf seinen ersten Auswärtspunkt im Jahr 2016.

SG St. Katharinen/Vettelschoß – Vatanspor Neuwied (So., 15.30 Uhr, in Vettelschoß/1:2). Nur der Sieger dieses Spiel bleibt im Rennen um die Vizemeisterschaft. Der Vorjahreszweite aus St. Katharinen und Vettelschoß hat einen Lauf und gewann zuletzt sechs Spiele in Folge. Vatanspor Neuwied ist allerdings eine harte Nuss: Die türkische Mannschaft ist in der Rückrunde noch ungeschlagen.

SG Ellingen/Bonefeld/Willroth II – VfL Oberlahr-Flammersfeld (Fr., 19.30 Uhr, in Willroth/Hinspiel: 1:1). In diesem bedeutungslosen Mittelfeldduell kommt es zu einem besonderen Treffen: Oberlahrs Trainer Michael Pieta kehrt an seine alte Wirkungsstätte zurück. Bis zum vergangenen Sommer hatte er zehn Jahre lang Ellingens Reserve trainiert.

Am Mittwoch spielten

CSV Neuwied – SG Ellingen/Bonefeld/Willroth II 2:1 (0:1). In der ersten Hälfte war der CSV zu verspielt und geriet nach einem Konter in Rückstand. „Nach der Pause rollte Angriff auf Angriff auf das gegnerische Tor. Wir sind volles Risiko gegangen und haben am Ende einen zweiten und dritten Stürmer gebracht. Der späte Siegtreffer war der verdiente Lohn“, berichtete der CSV-Trainer Mike Vlajnic. Tore: 0:1 Alexander Klare (37.), 1:1 Hans Ewert (78.), 2:1 Alexander Funk (89.). Zuschauer: 35.

Kreisliga B Süd

SV Thalhausen – TuS Niederahr (So., 14.30 Uhr/1:2). Ausgerechnet in der entscheidenden Phase geht dem SV Thalhausen die Puste aus: Das Team von Trainer Dirk Klawczynski verlor drei seiner letzten vier Begegnungen. Im Kampf um den Relegationsplatz muss der SVT im direkten Duell gegen Niederahr unbedingt siegen, um weiter von der A-Klasse träumen zu dürfen.

SG Herschbach/Schenkelberg – SG Wienau/Marienhausen (So., 15 Uhr/2:0). Die beiden Vereine sind vor zwei Jahren gemeinsam in die A-Klasse aufgestiegen und vor einem Jahr auch wieder gemeinsam abgestiegen. Nun trennen sich die Wege, Herschbach hat den sofortigen Wiederaufstieg bereits in der Vorwoche perfekt gemacht, während Wienau im Niemandsland der Kreisliga B Süd verschwunden ist.

Am Donnerstag spielten

SG Wienau/Marienhausen – SG Ransbach/Baumbach 3:2 (0:1). In der fairen Begegnung führten die Gäste zur Pause durch ein Tor von Martin Weber aus der 10. Minute verdientermaßen. Vor rund 100 Zuschauern machten die Gastgeber in Wienau in der zweiten Hälfte aber mehr Druck. Christopher Fleck mit einem verwandelten Foulelfmeter (58.) und Marcello Chahino (69.) sorgten für eine 2:1-Führung, die durch Routinier Carsten Knödgen in der 79. Minute egalisiert wurde. In der Schlussminute gelang Christopher Fleck das 3:2-Siegtor, das aufgrund des Chancenplus nicht unverdient war. gh

RZ Kreis Neuwied vom Samstag, 7. Mai 2016, Seite 28