VfL mit verdientem Punkt gegen Spitzenreiter

Am zehnten Spieltag empfing die 1. Mannschaft des VfL bei herrlichem Sonnenschein den Spitzenreiter HSV Neuwied auf dem Flammersfelder Hartplatz. Den Gästen war bereits vor Spielbeginn anzumerken, dass die Lust auf einem Hartplatz zu spielen nicht besonders groß war. Zu Beginn kam der VfL etwas besser in die Partie und hatte die ersten Torabschlüsse. Mit zunehmender Spielzeit hatte der HSV zwar mehr Ballbesitz, doch zeigte kaum, warum er derzeit an der Tabellenspitze steht. Die meisten Angriffe endeten in einem langen Ball in die Spitze, die die VfL-Abwehr einfach unterbinden konnten. In der ersten halben Stunde war der HSV nur mit einem Kopfball und einem Schuss, der aus guter Position allerdings weit über das Tor ging, gefährlich. In der 35. Minute kam es dann zu einer äußerst unübersichtlichen Situation im Strafraum des VfL, die mit einem Elfmeterpfiff für die Gäste endete. Aus kürzester Distanz wurde Matthias Kitke an den Arm, der dicht vor seinem Körper war, geschossen und der Schiedsrichter entschied auf Strafstoß. Diesen konnten die Gäste zur glücklichen 0:1-Führung verwandeln.

Nach dem Seitenwechsel versuchte der HSV das Spiel zu verwalten und der VfL beschränkte sich zunächst darauf, in der Abwehr weiterhin sicher zu stehen. Insbesondere Lutz Walterschen konnte dem gegnerischen Stürmer häufig seine Grenzen aufzeigen, sodass dieser sich bis zum Spielende nur noch mit kleineren Unsportlichkeiten zu helfen wusste. Insgesamt hatten die Gäste nur zwei etwas gefährlichere Chancen, die jedoch nicht auf das Tor des recht beschäftigungslosen Leon Fiedler kamen. Nach einer guten Stunde und einer offensiveren Ausrichtung hatte Timothy Hayward nach einem langen Ball über die gegnerische Abwehr den Ausgleich auf dem Fuß, doch seinen Flachschuss konnte der gegnerische Torwart stark parieren. Nur zehn Minuten später eine ähnliche Chance für Timothy Hayward, der nur knapp verzog und dabei den mitgelaufenen Simon Lachmuth völlig freistehend in der Mitte übersah. In der 87. Minute wurde Odwa Gogwana vor dem gegnerischen Strafraum gefoult, sodass sich dem VfL die Chance per Freistoß aus 20 Metern bot. Simon Müller übernahm die Verantwortung und zirkelte den Ball über die Mauer ins linke obere Eck zum viel umjubelten 1:1-Ausgleichstreffer. Dieser bedeutete gleichzeitig auch den Endstand.

Insgesamt hat sich das Team von Trainer Michael Pieta den Punkt redlich verdient, da man auch nach dem unglücklichen Rückstand nicht aufgab und sich ins Spiel zurückkämpfte. Endlich wurde der hohe Aufwand mal belohnt, sodass man nicht, wie in vielen anderen Spielen in dieser Saison, nach dem Abpfiff mit leeren Händen stand. Trotz einiger Ausfälle und Umstellungen hat man gezeigt, dass man auch gegen vermeindlich „große“ Gegner mithalten und auch punkten kann, wenn man als Team geschlossen zusammensteht und jeder für jeden kämpft.

Dies gilt es, bereits am Mittwoch im vorgezogenen Rückrundenspiel beim SV Gülleheim (19:30 Uhr) zu bestätigen. Dem VfL werden dort weitere Spieler aufgrund von Studium oder beruflicher Abwesenheit fehlen. Leider war der SV Güllesheim nicht bereit, trotz frühzeitiger Anfrage und Vorlage von Alternativterminen, das Spiel zu verlegen…

Für den VfL spielten: Leon Fiedler, Matthias Kitke, Lutz Walterschen, Jonas Schmidt, Simon Müller, Mirko Kerper, Malter Hinz (Odwa Gogwana), Timothy Hayward, Kevin Noll (Timm Lucas Hasselbach), Simon Lachmuth, Mesut Akbuga (Fabio Jochim).

 

Die Rhein-Zeitung schreibt in Ihrer Ausgabe:

VfL Oberlahr-Flammersfeld – HSV Neuwied 1:1 (0:1). Die Oberlahrer standen taktisch gut und machten dem Favoriten so das Leben schwer. „Neuwied hat seine Überlegenheit nicht ausnutzen können. Irgendwann haben sie es nur noch mit langen Bällen versucht. Wer nach oben will, muss aber anders spielen. Die Gäste sind zu euphorisch ins Spiel gegangen und wurden von uns eines Besseren belehrt“, freute sich der Oberlahrer Vorsitzende Rainer Wilfert über den überraschenden Punktgewinn seiner Mannschaft. Tore: 0:1 Alexander Hammes (35., Handelfmeter), 1:1 Simon Müller (84.). Zuschauer: 60.“