Güllesheimer Spitzenkampf gegen Rheinbrohl
Kreisliga B Nord Zwei der drei Meisterschaftskandidaten treffen am Sonntag aufeinander – Die letzten Vier sind unter sich
Von unserem Mitarbeiter Daniel Korzilius
Kreis Neuwied. In der Fußball-Kreisliga B Nord empfängt die Roßbacher Oberligareserve am Samstag um 17.30 Uhr den CSV Neuwied. Die restlichen sechs Partien des 21. Spieltags, darunter unser „Spiel der Woche“ SV Güllesheim gegen FV Rheinbrohl, werden alle am Sonntag um 14.30 Uhr angepfiffen. Im Tabellenkeller sind die letzten vier Mannschaften der Tabelle bei den Partien VfB Linz III gegen SV Leutesdorf und Vatanspor Neuwied gegen SV Rheinbreitbach II unter sich.
SV Roßbach/Verscheid II – CSV Neuwied (Hinspiel: 1:3). Drei Niederlagen in Folge gab es zuletzt für den Aufsteiger aus Roßbach. „Wir müssen sehen, dass wir die Saison anständig zu Ende bringen. Im Sommer wollen wir den Kader dann mit neuen Leuten auffrischen“, sagt SVR-Coach Konny Wall. Der CSV Neuwied hat nur eine seiner jüngsten neun Auswärtsbegegnungen für sich entschieden.
VfB Linz III – SV Leutesdorf (2:1). Bei nur noch zwei Punkten Vorsprung auf den vorletzten Platz hat der VfB Linz III die drei Punkte gegen das Schlusslicht aus Leutesdorf fest eingeplant. Der designierte Absteiger wehrt sich trotz seiner aussichtslosen Lage jedoch in jedem Spiel heftig, wie er mit dem 3:3 gegen den Spitzenreiter Güllesheim in der Vorwoche eindrucksvoll unter Beweis stellte.
SV Melsbach – VfL Oberbieber (5:8). Dem SV Melsbach gelang nur ein Sieg an den vergangenen fünf Spieltagen. Das Team von Trainer Thomas Rauschenberger benötigt noch ein paar Punkte, um für ein weiteres Jahr in der Kreisliga B planen zu können. Der VfL Oberbie-ber festigte mit fünf Siegen aus seinen letzten sechs Partien den vierten Tabellenplatz. Im Hinspiel fielen 13 Treffer, so viele wie in keinem anderen Spiel in dieser Saison in der Kreisliga B Nord.
Vatanspor Neuwied – SV Rheinbreitbach II (0:2). Nach dem 5:0 gegen Roßbach II am vergangenen Wochenende ist Vatanspor Neuwied wieder im Geschäft und kann mit einem Sieg gegen Rheinbreitbach II die Abstiegsränge verlassen. Die SVR-Reserve holte seit dem 2:0 im Hinspiel nur acht von 36 möglichen Punkten.
VfL Oberlahr-Flammersfeld – SSV Heimbach-Weis (1:6). Unter Trainer Ivica Grbavac kehrte der VfL Oberlahr-Flammersfeld in die Erfolgsspur zurück und sammelte an den zurückliegenden fünf Spieltagen 13 Punkte. So setzt Trainer Marcello Carrubba vom SV Güllesheim auch alle Hoffnungen in den Lokalrivalen: „Ich traue Oberlahr etwas zu. Danach wird Heimbach-Weis nichts mehr liegen lassen.“ Die Heimbacher wollen mit ihrem vierten Auswärtssieg in Folge weiter Kurs halten in Richtung Kreisliga A.
VfL Neuwied – FC Waldbreitbach (2:3). Der VfL Neuwied ist gut beraten, nach dem Spielabbruch in Heimbach-Weis wieder für sportliche Schlagzeilen zu sorgen und nach zwei Heimspielen ohne Sieg im Rhein-Wied-Stadion wieder einen Dreier einzufahren. Der Gast aus Waldbreitbach verlor seine jüngsten drei Auswärtspartien und erzielte dabei ein Torverhältnis von 1:15.
SV Güllesheim – FV Rheinbrohl (2:3). Beim SV Güllesheim wertet Trainer Marcello Carrubba das jüngste 3:3 bei Schlusslicht Leutesdorf mit ein paar Tagen Abstand sogar als Punktgewinn. „Wir haben in diesem Spiel keinerlei Aufwand betrieben und nichts investiert. Daher müssen wir sogar froh sein über den Punkt“, so Carrubba, der Rheinbrohl als laufstark und kompakt einschätzt. Die letzte Niederlage der Güllesheimer war das 2:3 im Hinspiel. „Das ist eine zusätzliche Motivation für uns“, peilt Carrubba den zehnten Heimsieg in Serie an und sagt: „Ich bin guter Dinge und vertraue meinen Jungs. Für uns wäre es wichtig, ein kleines Polster auf Rheinbrohl zu schaffen, da wir das schwerere Restprogramm haben.“ Die Gäste haben höchsten Respekt vor dem Spitzenreiter. „Trotz des Patzers in Leutesdorf ist Güllesheim die Mannschaft der Stunde. Güllesheim hat sich im Winter nochmals verstärkt und ist für mich der Topfavorit auf den Aufstieg“, sagt Rheinbrohls Betreuer Christoph Hartmann. Der FVR verlor seine beiden Auswärtsspiele nach der Winterpause, daher sieht Hartmann sein Team in der Außenseiterrolle: „Wir werden alles versuchen am Sonntag. Für uns ist es fast schon die letzte Chance, wenn wir bis zum Schluss oben dabeibleiben wollen.“